Wirtschaft : Gericht stärkt die Rechte von Fonds-Sparern

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(dpa). Das Stuttgarter Oberlandesgericht (OLG) hat den Geschäftsführer einer Anlagevermittlungsgesellschaft in einem Berufungsverfahren persönlich für Verluste bei Immobilienfonds haftbar gemacht. Er hätte den Kläger auf die sehr negativen Presseberichte über die Fonds hinweisen müssen, berichtete das OLG am Donnerstag. Die Vorinstanz hatte lediglich die Gesellschaft zu Schadenersatz verurteilt, die Klage gegen den Geschäftsführer aber abgewiesen. Prozessiert hatte ein Anleger, der mit zwei Immobilienfonds hohe Verluste erlitten hatte. Dabei hatten Tagespresse und Fachzeitschriften in einem Zeitraum von drei Monaten vor dem Erwerb der Anteile die Anlage und die Gewinnaussichten außerordentlich negativ beurteilt. Im erstinstanzlichen Urteil war die Klage gegen den Geschäftsführer mit der Begründung abgewiesen worden, vertragliche Beziehungen des Anlegers zu ihm bestünden nicht.

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