Wirtschaft : Gericht stärkt Rechte von Bauherren

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Karlsruhe (dpa). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Bauherren gegenüber Bauträgerunternehmen gestärkt. Nach einem am Montag veröffentlichten Urteil kann sich eine Firma, die die Errichtung eines Hauses vertraglich komplett übernommen hat, nicht aus der Haftung für Baumängel verabschieden, indem sie ihren Kunden auf Ansprüche gegen die anderen Beteiligten wie Architekten oder Handwerker verweist. Eine solche Klausel im Vertrag benachteilige den Bauherrn unangemessen (Aktenzeichen: VII ZR 493/00 vom 21. März 2002). Damit gewährte der BGH einem Bauherrn Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit dem Bau einer rund 61 000 Euro teuren Souterrainwohnung. Die Wohnung war wegen eines Planungsfehlers des Architekten nicht ausreichend belüftbar und wies daher Feuchtigkeitsschäden auf. Mit dem Urteil korrigierte der BGH seine Rechtsprechung: Bisher hielt er Klauseln für zulässig, die dem Hauskäufer zumindest Bemühungen um die außergerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen gegen Bauhandwerker zugemutet hatten.

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