Gerichtsverfahren : Pooth soll aus eigener Tasche zurückzahlen

Der gescheiterte Unternehmer Franjo Pooth muss der Commerzbank voraussichtlich einen Teilbetrag der geforderten 1,77 Millionen Euro zahlen. Pooth selbst war zum Verfahren am Düsseldorfer Landgericht aus ungeklärten Gründen nicht erschienen.

DüsseldorfNach der Pleite seiner MP3-Player-Firma "Maxfield" muss der Unternehmer Franjo Pooth der Commerzbank aller Voraussicht nach zumindest einen Teilbetrag der geforderten 1,77 Millionen Euro aus privater Tasche erstatten. Das wurde am Dienstag vor dem Landgericht Düsseldorf deutlich. Die zuständige Richterin sagte, Pooth habe der Bank schriftlich zugesichert, für bis zu drei Millionen Euro mit seinem Privatvermögen zu bürgen.

Unklar sei allerdings noch, ob die Bank ihm überhaupt einen Kredit von 1,77 Millionen Euro hätte gewähren dürfen. Der Anwalt des 39-Jährigen sagte dazu, die Kreditobergrenze sei auf eine Million Euro beschränkt gewesen. Kredite darüber hinaus hätten nicht gewährt werden dürfen.

Commerzbank: Vergleich kommt nicht in Frage

Die Rechtsvertreter der Commerzbank erklärten indes, sie beharrten auf die Rückzahlung der geforderten 1,77 Millionen Euro. Ein Vergleich komme nicht in Frage. Man sei allenfalls bereit, über die Modalitäten der Rückzahlung zu verhandeln.

Die Commerzbank hatte Pooths Firma Maxfield einen Kredit über 1,77 Millionen Euro gewährt. Nach der Pleite des Unternehmens Anfang des Jahres hatte das Geldinstitut Klage eingereicht, weil Pooth anders als schriftlich zugesichert den Betrag nicht aus eigener Tasche gezahlt hatte.

Am 28. Oktober will die Richterin entscheiden, ob Pooth der Commerzbank Geld erstatten muss und wenn ja wie viel. Pooth selbst war, obwohl er geladen war, zum Verfahren nicht erschienen. Sein Anwalt erklärte, er wisse nicht, warum sein Mandant nicht gekommen sei oder wo er sich aufhalte. (kk/ddp)

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