Wirtschaft : Geringverdiener können vom Jahr 2001 mit mehr Geld für die Miete rechnen

Geringverdiener können vom Jahr 2001 an mit höheren Mietzuschüssen rechnen. Ein Sprecher von Bundesbauminister Franz Müntefering bestätigte am Sonnabend in Berlin einen Bericht des "Spiegel", wonach die Regierung an einer Wohngeldnovelle arbeitet, die in knapp eineinhalb Jahren in Kraft treten soll. Danach sollen in Westdeutschland Haushalte mit schwachem Einkommen im Durchschnitt 80 DM höhere Mietzuschüsse erhalten. Nach Angaben des Sprechers sollen ferner das Wohngeld Ost den Sätzen in den alten Bundesländern angepasst sowie die bislang gewährten pauschalierten Abzugsmöglichkeiten abgeschafft werden. Das Bundeskabinett werde die Wohngeldnovelle nach der Sommerpause verabschieden, um die Reform rechtzeitig den parlamentarischen Beratungen zuzuleiten. Die Wohngeldpläne der Bundesregierung seien im Übrigen "in der groben Linie seit langem bekannt" und "nichts Neues", sagte Münteferings Sprecher. Der Deutsche Mieterbund kritisierte unterdessen erneut, dass es nicht bereits im kommenden Jahr zu einer Wohngelderhöhung kommt. Im Kölner "Express" beklagte der Direktor des Verbandes, Franz-Georg Rips, dass es seit 1990 keine Verbesserungen mehr gegeben habe.

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