GERMANHY : Tiefensee setzt auf Wasserstoff

Was sind schon 20 Milliarden Euro, wo doch die Entwicklung des Eurofighters 24 Milliarden gekostet hat. Mit diesem Vergleich wirbt Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) für die Entwicklung des Wasserstoffs als „Autoantrieb von übermorgen“. Bis 2050, so glaubt der Minister, könne Wasserstoff 70 Prozent der Pkw und der kleineren Lkw antreiben.

In einer Studie unter dem Titel GermanHy hat das Verkehrsministerium die Potenziale ausgelotet. Die Ergebnisse sind verheißungsvoll: Nach einer Einführungsphase liegen demnach die Wasserstoffkosten zwischen drei und vier Cent pro Kilometer. Die CO2- Emissionen des Verkehrs, der heute zu 90 Prozent mit Öl läuft, könnten um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Und der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wasserstofferzeugung sei bis 2050 auf gut 60 Prozent steigerbar. Neben den Erneuerbaren stammt der Großteil des Stoffs aus CO2-freien Kohlekraftwerken. Rund 1,4 Milliarden Euro investieren Regierung und Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren; der Großteil kommt vom Steuerzahler. alf

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