Wirtschaft : Germanwings wächst in Schönefeld

Ryanair investiert in neue Basis in Bremen

Jahel Mielke

Berlin - Die Billigfluggesellschaft Germanwings will am Flughafen Schönefeld weiter wachsen. „Wir haben noch viel vor in der Hauptstadt“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Thomas Winkelmann, in Berlin. Das Unternehmen hatte seine Flotte Mitte September von zwei auf drei Airbus-Maschinen aufgestockt und fliegt von Schönefeld das neue Ziel Zweibrücken in Rheinland-Pfalz an.

Germanwings kündigte eine weitere Ausweitung seines Flugangebots aus der Hauptstadt an. Bereits in diesem Jahr gibt es mehr Flüge nach Moskau und München. Ab 2007 sollen ab Berlin die neuen Ziele Varna und Burgas in Bulgarien und die griechische Insel Mykonos angeflogen werden. Auch die innerdeutschen Flüge sollen in den kommenden zwei Jahren weiter verstärkt werden. „Wir haben 18 neue Flugzeuge bei Airbus geordert“, sagte Winkelmann. Man plane, eventuell weitere Flugzeuge in Schönefeld zu stationieren. Momentan hat Germanwings eine Flotte von insgesamt 24 Flugzeugen.

Germanwings bekannte sich auch zum neuen Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI). „Wir fühlen uns hervorragend in die Planung eingebunden“, sagte Winkelmann. Die Kritik anderer Fluggesellschaften wie Easyjet, die sich über zu wenig Berücksichtigung der Billigfluganbieter am geplanten Großflughafen beschwert hatten, teile er nicht. „Wir führen einen aktiven Dialog mit dem BBI und sind sehr zufrieden.“ Der Flughafen BBI soll 2011 eröffnet werden, mit dem Bau ist gerade begonnen worden.

Germanwings rechnet für 2007 mit etwa 1,8 Millionen Passagieren in Schönefeld. 2003 waren es noch knapp über 300 000 gewesen. Winkelmann betonte auch die Bedeutung für den Arbeitsmarkt. „Wir haben in Berlin 79 Arbeitplätze geschaffen“, sagte er. Weitere 700 Stellen seien im Umfeld des Germanwings-Angebots entstanden.

Auch Europas größte Billigfluggesellschaft Ryanair baut ihr Geschäft in Deutschland mit einer zweiten Basis aus. Nach dem Flughafen Hahn im Hunsrück soll Bremen ab April 2007 zu einem zentralen Flughafen für Ryanair in Norddeutschland werden. Unternehmenschef Michael O’Leary kündigte am Dienstag an, in Bremen würden 210 Millionen Dollar investiert. Vom nächsten Frühjahr an sollen dort drei Flugzeuge stationiert werden. Ryanair kaufe für rund 7,9 Millionen Euro einen EU-weit ausgeschriebenen Terminal für Billigfluganbieter am Flughafen Bremen. Die Investition schaffe 150 Arbeitsplätze.

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