Wirtschaft : Gerry Weber ist pessimistisch Umsatzrückgang erwartet

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Halle (Westfalen) (rtr). Die hartnäckige Konsumflaute hat auch den westfälischen Damenmodehersteller Gerry Weber erfasst. Der Konzern erwartet 2002/2003 deutliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn, nachdem das Ende Oktober abgelaufene Geschäftsjahr bereits eher bescheiden verlief. Eine Erholung in der Branche zeichne sich nicht ab, vielmehr seien die Auftragseingänge für die Frühjahr/SommerKollektion mit 181,4 Millionen Euro um acht Prozent rückläufig, teilte das im M-Dax gelistete Unternehmen mit. Verschärft werde die Entwicklung dadurch, dass viele mittlere und kleinere Einzelhändler wegen der schwachen Konjunktur zunehmend vom Markt verschwänden.

Angesichts dessen erwarte der Konzern im Geschäftsjahr 2002/03 einen Umsatzrückgang von rund sieben Prozent. Das Betriebsergebnis werde wohl auf 28 (Vorjahr: 36) Millionen Euro sinken, hieß es. Als Reaktion auf die schwache Marktlage habe Gerry Weber erste Restrukturierungen vorgenommen, wie etwa die Einstellung der hochpreisigen Marke „Yomanis“, die nicht in erwartetem Maß von der Kundschaft angenommen worden sei. Darüber hinaus sei ein Programm zur Kostensenkung eingeleitet worden.

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