Wirtschaft : Gerry Weber übertrifft 500-Millionen-Marke

Düsseldorf - Der Modekonzern Gerry Weber International hat im Geschäftsjahr 2006/07 Umsatz und operativen Gewinn auf Rekordwerte gesteigert. Bis Ende Oktober kletterte der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge um 14 Prozent auf 505 Millionen Euro. „Wir haben die magische Grenze einer halben Milliarde Euro Umsatz durchbrochen und erstmals eine zweistellige Ebit-Marge erzielt“, sagte Vorstandschef Gerhard Weber am Montag in Halle. Geringere Logistikkosten ließen das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 26 Prozent auf 51,6 Millionen Euro steigen.

Der ostwestfälische Modekonzern steht damit deutlich besser da als die ebenfalls börsennotierten Konkurrenten Ahlers und Escada, die zuletzt nur einstellige Zuwachsraten gemeldet hatten. In der Wachstumsdynamik hat Gerry Weber auch Hugo Boss überholt. Der größte deutsche Modekonzern hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2007 nur neun Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Das Ebit stieg um 16 Prozent auf 217,7 Millionen Euro.

Das schnelle Wachstum hat Gerry Weber durch den Aufbau eigener Filialen erreicht. 15 neue Häuser eröffnete das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr. Inzwischen sind es insgesamt 177. In diesem Jahr sind weitere 60 Läden sowie 250 Flächen in Kaufhäusern geplant. Der Umsatz soll erneut um 14 Prozent und die Ebit-Marge auf elf Prozent zulegen.

Von der Entwicklung sollen auch die Aktionäre profitieren: Die Dividende will der Konzern um zehn auf 50 Cent erhöhen. Die im S-Dax notierten Aktien gaben am Montag 1,2 Prozent auf 20,75 Euro nach. tak (HB)

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