Wirtschaft : Gerüchte um Crédit Lyonnais

PARIS (AFP).Bei der geplanten Privatisierung der hochverschuldeten französischen Großbank Crédit Lyonnais will sich der Staat nach Informationen der Wirtschaftszeitung "Les Echos" zunächst von 35 bis 40 Prozent des Kapitals trennen.Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn werde dazu am Donnerstag kommender Woche grünes Licht geben, berichtete die Pariser Zeitung am Freitag.Das Wirtschaftsministerium erklärte zu dem Bericht lediglich, die Modalitäten der Privatisierung sollten wie geplant Anfang Oktober bekanntgegeben werden.An einem Einstieg in die Staatsbank ist unter anderem auch der deutsche Versicherungskonzern Allianz interessiert.Laut "Les Echos" sind vor der Teilprivatisierung zwei Kapitalerhöhungen vorgesehen.Die erste in einem Umfang von 18 Mrd.Franc (knapp 5,4 Mill.DM) sei dem Staat als Ausgleich dafür vorbehalten, daß er der Bank die ausstehenden Schulden erläßt.Die zweite Kapitalerhöhung in Höhe von acht bis neun Milliarden Franc (2,4 bis 2,7 Mill.DM) solle dazu dienen, das Eigenkapital und die Zahlungsfähigkeit zu stärken.Dem Blatt zufolge sieht das Privatisierungschema vor, daß 20 Prozent des Kapitals anderen Konzernen angeboten werden.Neben der deutschen Allianz nannte "Les Echos" dazu den französischen Versicherungskonzern Axa und die Paribas-Bank.Die restlichen 18 Prozent würden zwischen den Beschäftigten und dem freien Markt aufgeteilt.Der Staat verringere seinen Anteil damit von 89,2 Prozent auf 51 Prozent.

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