Wirtschaft : Gesamtumsatz der Branche liegt 1999 deutlich über 70 Milliarden Mark

Das Jahr 1999 ist für die deutschen Abfallentsorger besser gelaufen als erwartet. In der Frühjahrsumfrage des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) meldeten 54 Prozent der Firmen gestiegene Umsätze. Die restlichen 46 Prozent bewegten sich auf "stabilem Niveau", berichtete BDE-Präsident Bernard Kemper in Berlin.

Danach erwirtschaftete die Entsorgungsbranche im zurückliegenden Jahr einen Gesamtumsatz von deutlich mehr als 70 Milliarden Mark. Etwa die Hälfte dieses Volumens entfiel auf die rund 1000 Mitgliedsunternehmen des BDE, ein Viertel auf die Müllbetriebe von Städten und Gemeinden und der Rest des Volumens wurde von großen Industrieunternehmen entsorgt.

Die Beschäftigtenzahl der Abfallentsorger sei mit rund 150 000 gehalten worden, sagte Kemper weiter. Er sprach von einer ungebrochenen Bereitschaft der Unternehmen, in neue Techniken sowie eine effizientere Müllverwertung und -beseitigung zu investieren. Kemper beklagte die bröckelnden Preise für die Dienste privater Sammel- und Recyclingfirmen. Allerdings liege es bei den Kommunen, diese Preisnachlässe an die Bürger weiterzugeben.

Der Verband der Kommunalen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (VKS), dem Entsorger der öffentlichen Hand und Kommunen angehören, bestätigte die zunehmende Konkurrenz und erklärte, die Verbraucher hätten bereits davon profitiert. VKS-Mitarbeiter Achim Schröter sagte, zu erwartende übliche Gebührenerhöhungen seien in den vergangenen Jahren bereits ausgeblieben. Gleichzeitig hätten Kommunen neue Dienste finanziert, etwa die flächendeckende Einführung der Biotonne.

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