Geschäftsklima : Unternehmen zeigen Zuversicht

Der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) hat sich im Mai nur minimal eingetrübt. Gerade bei den Geschäftserwartungen der Unternehmen überwiege weiter die Zuversicht, sagte der Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger am Freitag in München.

München - „Auch die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich weiter entspannen“, so Abberger. Entscheidend für die Konjunkturentwicklung sei nun, wie die von der Politik angekündigten Sparanstrengungen auf den Weg gebracht würden.

Im Mai ging der Ifo-Index lediglich von 101,6 auf 101,5 Punkte zurück. Viele Experten hatten mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Abberger sieht die Stagnation nach zwei deutlichen Anstiegen in Folge aber relativ gelassen. „Insgesamt ist das Bild schon recht robust“, sagte der Experte. So habe sich das Klima in der Industrie weiter verbessert. Die Firmen sähen vor allem gute Exportchancen für die kommenden Monate und planten kaum noch Stellenstreichungen.

Dagegen hatte sich die Stimmung im Groß- und Einzelhandel und in der Bauwirtschaft etwas eingetrübt. „Das kann man aber nicht als Trendwende werten“, sagte Abberger. Hier hätten sich möglicherweise auch externe Effekte wie die nasskalte Witterung und die Vulkanasche aus Island ausgewirkt.

Die Euro-Krise dürfte den Unternehmen dagegen bisher noch wenig auf die Stimmung geschlagen sein, sagte Abberger. Exportorientierten Firmen nutze der schwächere Euro auch. Abberger hält die europäische Gemeinschaftswährung aktuell noch für relativ hoch bewertet. „Zwischen 1,10 und 1,20 Dollar wäre der Euro immer noch angemessen bewertet“, sagte der Konjunkturexperte. Allerdings könnten heftige Ausschläge nach unten oder oben innerhalb kurzer Zeit den Unternehmen Probleme bereiten. dpa

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben