Wirtschaft : Geschenke bringt der Paketdienst

Große Preisunterschiede zwischen den Anbietern

Cornelia Wagner

Berlin - Ein schönes Weihnachtsgeschenk gefunden zu haben reicht nicht – es muss auch pünktlich unterm Baum liegen. Dabei ist der Versand über den Paketdienst der Deutschen Post (DHL) nicht unbedingt am günstigsten. „Neben DHL stehen dem Verbraucher zwei weitere Anbieter zur Verfügung“, sagt Eike Böttcher von Posttip.de. „Hermes und GLS haben seit dem Ende des Postmonopols ein dichtes Netz an Paketshops aufgebaut.“ So können Verbraucher im Raum Berlin zum Beispiel an rund 500 Hermes-Paketshops in Kiosken, Tankstellen oder Bäckereien Pakete aufgeben. Bundesweit sind es 10 000.

Ein Preisvergleich für ein Fünf- Kilo-Standardpaket mit einer Länge von 35 Zentimetern, 25 Zentimetern Breite und 15 Zentimetern Höhe zeigt, dass der Hermes Versand mit 3,90 Euro dort am günstigsten ist. Für drei Euro mehr wird das Paket auch zu Hause abgeholt. GLS liegt mit 5,80 Euro auf Platz zwei. Einen Abholservice gibt es nicht. DHL bietet bis zum 15. Dezember 2005 einen Aktionspreis von 5,99 Euro an. Danach kostet das Paket wieder 6,20 Euro.

Innerhalb Deutschlands werden Pakete in der Regel am zweiten Arbeitstag nach Abgabe oder Abholung zugestellt. Direkt vor Weihnachten rechnet Hermes jedoch mit einer Lieferzeit von drei Tagen. Damit das Paket bis Heiligabend ankommt, muss es bis zum 21. Dezember auf dem Weg sein. DHL-Kunden sollten ihre Pakete bereits am 20. Dezember abgeben. GLS veranschlagt noch einen weiteren Tag. „Besonders, wenn die Empfänger Privatpersonen sind, sind sie in der Vorweihnachtszeit selten zu Hause anzutreffen“, erklärt Klaus Conrad von GLS.

Um die Weihnachtspost pünktlich abzuliefern, legen GLS-Fahrer täglich etwa eine Million Kilometer zurück und bringen mehr als 1,3 Millionen Pakete zum Verbraucher. Zur Bewältigung des zusätzlichen Aufkommens arbeitet die Deutsche Post mit mehr Personal. „Wir versenden an einem normalen Tag 2,5 Millionen Pakete. In der Weihnachtszeit kann sich das Aufkommen verdreifachen“, sagt Claus Korfmacher von DHL.

Seit Anfang Dezember bietet Hermes Versandkartons in drei Größen an. Denn: „Die richtige Verpackung ist wichtig, damit die Geschenke unversehrt ankommen“, sagt Andreas Engelmann von Hermes. „Zerbrechliche Gegenstände sollten immer mit dickem Papier oder Schaumstoff gepolstert werden.“

Zum Berechnen der Tarife für Pakete anderer Maße bieten fast alle Anbieter im Internet Tarifrechner an. Eine Übersicht über alle Paketdienste gibt es unter www.posttip.de.

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