Geschichte und Botanik : Bekannt seit 1899

Während fast alle Pflanzen ihre Energie in Zucker, Stärke oder Ölen speichern und dies meist in den Früchten oder Wurzeln tun, speichert Stevia rebaudiana ihre Energie in Form von Steviol-Glykosiden in den Blättern. Das Steviosid gehört chemisch zur Gruppe der Diterpene und besitzt keine Kalorien. Extrahiert man den Stoff, ist er bis zu 300 Mal süßer als Zucker.

Im westlichen Sinne erforscht hat die Pflanze erstmals der Schweizer Mosé Giacomo Bertoni, der im Jahr 1899 eine erste Studie darüber publizierte. Er gab der Pflanze den botanischen Beinamen Stevia rebaudiana bertoni. Es wird im Volksmund auch Süßkraut, Süßblatt oder Honigkraut genannt und ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stevien (Stevia) in der Familie der Korbblütler. Stevia ist ein Chrysanthemen-Gewächs. Die Pflanze wuchs ursprünglich nur auf dem Gebiet des heute südamerikanischen Binnenstaates Paraguay. Spanische Eroberer brachten sie Ende des 17. Jahrhunderts erstmals nach Europa. Heute wird Stevia in einem guten Dutzend Ländern angebaut, hauptsächlich in China, aber auch in Japan, Indien, Vietnam, Kenia, Kolumbien und eben in Paraguay.

Sie erträgt keinen Frost. In diesen und vielen anderen Ländern ist Stevia als Zucker-Ersatz im Gebrauch. In der Europäischen Union dürfen daraus hergestellte Produkte bislang nicht verkauft werden. kph

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