Gesundheit : Apotheker fordern schärfere Strafen bei Vertrieb gefälschter Arznei

Die deutschen Apotheker haben sich für schärfere Strafen für den Vertrieb nicht zugelassener und gefälschter Arzneimittel ausgesprochen. Geld- und Bewährungsstrafen bei Erstverstößen reichten nicht aus.

DüsseldorfBehörden und Gerichte müssten "mit aller Härte und Entschiedenheit gegen derartige Rechtsverstöße" vorgehen, heißt es in einem Antrag, den der Deutsche Apothekertag einstimmig annahm. Die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz, betonte, Geld- und Bewährungsstrafen bei Erstverstößen reichten anscheinend nicht aus. "Eine verschärfte Strafandrohung muss die Verwerflichkeit, die Folgen der Taten und den tiefen Vertrauensbruch gegenüber den Patienten verdeutlichen."

Wegen mutmaßlichen Vertriebs von nicht zugelassenen so genannten Zytostatika ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Mannheim auf Anzeige von Krankenkassen gegen zwei Pharmahändler und rund 100 Apotheker aus dem gesamten Bundesgebiet. Linz hob hervor, im aktuellen Fall um die meist in der Krebstherapie eingesetzten Arzneimittel hätten die Apotheker "zur Aufklärung aktiv beigetragen". "Sollte sich herausstellen, dass hier vorsätzlich betrogen wurde, ist ein Berufsverbot für diese schwarzen Schafe die konsequente Folge." (mit AFP)

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