Gesundheit : IBM will Daten von Apple-Nutzern auswerten

Es sei eine "nie dagewesene Chance", sagt IBM-Vizepräsident John Kelly: Der Konzern will Daten sammeln und auswerten, die Nutzer von Fitnessarmbändern oder medizinischen Implantaten sammeln. Besonders an die Daten von Apple-Nutzern will er ran.

Neue Trainingsmethode: Voll verkabelt und unter Reizstrom trainieren diese beiden Menschen.
Neue Trainingsmethode: Voll verkabelt und unter Reizstrom trainieren diese beiden Menschen.Foto: Frank Leonhardt / dpa

Der IT-Konzern IBM will die von Fitnessarmbändern oder medizinischen Implantaten gesammelten Gesundheitsdaten zahlreicher Menschen auswerten. In Kooperation unter anderem mit Apple sollen die Daten gesammelt und anonymisiert analysiert werden, wie IBM am Montag (Ortszeit) mitteilte. Profitieren sollen die Nutzer der verschiedenen Geräte selbst, Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Forscher. Die schiere Masse an Daten sei für Patienten und Mediziner kaum zu bewältigen, "aber es handelt sich auch um eine nie dagewesene Chance, unseren Umgang mit Gesundheitsfragen zu verändern", erklärte IBM-Vizepräsident John Kelly.

IBM ging bereits auf Einkaufstour für seine Pläne

Zur Verarbeitung und Auswertung der Daten will das Unternehmen seinen Supercomputer Watson nutzen. Auf die neue Plattform Watson Health können demnach Ärzte, Forscher und Versicherungsunternehmen zugreifen. Um das Projekt schnell anschieben zu können, kaufte IBM den Angaben zufolge die Unternehmen Phytel und Explorys, die sich auf das Management von Daten im Gesundheitswesen spezialisiert haben. Ein Preis für die Übernahmen wurde nicht mitgeteilt.

Mit Apple will IBM zudem eine weitere Plattform einrichten, auf der über iPhone oder iPad gesammelte Gesundheitsdaten sicher gespeichert werden können. In einer Kooperation mit dem Pharmaunternehmen Johnson & Johnson geht es um Schulungssysteme für Ärzte. Schließlich wurde noch eine Zusammenarbeit mit dem Medizingerätehersteller Medtronic vereinbart, der vor allem Insulinpumpen vertreibt. Hier soll die Unterstützung von Menschen mit Diabetes im Mittelpunkt stehen. (AFP)

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