GESUNDHEIT : In guter Verfassung

Gesundheit ist ein Wachstumsfeld. Vor allem auch für Berlin. Die Stadt gilt als Metropole für die Wirtschaftszweige Medizintechnik und Biotechnologien. Allein 270 Unternehmen entwickeln Geräte im medizintechnischen Bereich, wie beispielsweise hochsensible Apparaturen für die Herzdiagnostik oder digitale Röntgenverfahren. Alles in allem sind rund 13,5 Prozent aller Beschäftigten in der Region im Gesundheitsbereich tätig. Mit steigender Tendenz. Die Wirtschaftsverwaltung rechnet damit, dass die Zahl von heute 344 500 bis zum Jahr 2020 auf 374 100 Mitarbeiter steigen wird.

Die beiden größten landeseigenen Klinikunternehmen – die Charité mit insgesamt vier Klinik-Standorten sowie die Vivantes GmbH mit neun Krankenhäusern – haben indes ihre Mitarbeiter- und Bettenzahl in den vergangenen Jahren deutlich reduziert und damit Pflegekräfte eingespart. Allein bei Vivantes wurden seit dem Jahr 2001 im Pflegebereich mehr als 1100 Stellen abgebaut.

Als zukunftsfähig gelten die Gesundheitswissenschaften, die mit den Sparten Public Health, Gesundheitsmanagement und Pflege an mehren Hochschulen vertreten sind. Der Campus Berlin-Buch nimmt in diesem Zusammenhang einen besonderen Schwerpunkt in der Forschung ein: In dem dortigen Technologiepark arbeiten insgesamt 750 Mitarbeiter auf Themengebieten wie der molekularen Medizin und Pharmakologie. Der Gesamtumsatz der angesiedelten Unternehmen betrug im vergangenen Jahr 98,5 Millionen Euro, davon entfiel allerdings rund die Hälfte auf die börsennotierte Firma Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG.

Dass Naturwissenschaftler, Ingenieure und medizinisches Fachpersonal, etwa Laborassistenten, in der Berliner Gesundheitswirtschaft beste Aussichten haben, zeigt aber auch die Prognose des Bucher Biotech-Parkes: „Im kommenden Jahr werden wir 100 Mitarbeiter zusätzlich einstellen“, sagt Projektmanagerin Toni Gernert. Es geht also weiter aufwärts, auch in der Region und für die Branche insgesamt. Nach einer Prognose des Statistischen Bundesamtes werden im Jahr 2020 rund 30 000 Personen mehr in diesem Bereich arbeiten als heute. Das wären 8,7 Prozent mehr. Für das übrige Bundesgebiet erwarten die Statistiker bis dahin einen Zuwachs um „nur“ 7,6 Prozent. liv

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