Wirtschaft : Geteilte Meinung, ob die Zinsen nun erhöht werden oder nicht

Die Experten an der New Yorker Wall Street sind geteilter Meinung, ob die amerikanische Notenbank Fed am Dienstag die Zinsen anheben wird oder nicht: Von den 30 führenden Adressen am US-Zinsmarkt prognostizierten in einer Reuters-Umfrage 15 steigende und 15 unveränderte Zinsen. Zuletzt gab es wieder mehr Stimmen aus den Analyse-Abteilungen, die sich für eine Zinserhöhung zur Dämpfung des Preisauftriebs aussprachen. "Der Weg des geringsten Widerstandes für die Fed ist ein Zinsschritt von 25 Basispunkten", sagte William Dudley, Chefvolkswirt für die USA bei Goldman Sachs. Bei New Yorker Banken hieß es, zwar könne die Notenbank die Zinsen theoretisch auch bei der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses FOMC in diesem Jahr wieder senken, hieß es. Darauf dürften die Geldpolitiker aber verzichten, um die von der Millennium-Problematik belasteten Anleger nicht noch zusätzlich zu verunsichern. So bleibe also die erste Zinssitzung im neuen Jahr als möglicher Zeitpunkt für eine spätere Zinsanhebung, hieß es. Analysten sagten, wenn die Fed so lange warte, setze sie möglicherweise ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. "Wenn die Daten zeigen, dass sie im November hätten erhöhen sollen, dann stellt das ihre Glaubwürdigkeit in Frage", sagte Dudley. Erhöht die Fed die Zinsen, wäre dies die dritte Erhöhung des Satzes für Federal Funds nach den Zinsschritten von jeweils 0,25 Punkten im Juni auf 5,0 und August auf 5,25 Prozent.

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