Getränkehersteller : Tarifeinigung bei Coca-Cola - kein Streik

Monatelang feilschte der Getränkeriese Coca-Cola mit der Gewerkschaft um neue Tarifverträge. Als die Arbeitnehmer mit Streik drohten, ging alles ganz schnell.

Ein Streik bei Coca-Cola, dem größten deutschen Getränkehersteller, wurde abgewendet.
Ein Streik bei Coca-Cola, dem größten deutschen Getränkehersteller, wurde abgewendet.Foto: dpa

Beim größten deutschen Getränkehersteller Coca-Cola ist ein Streik abgewendet. Die Arbeitgeber einigten sich nach Angaben eines Sprechers am Dienstag nach zähen Verhandlungen auf einen Tarifkompromiss mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Wir haben einen Abschluss“, bestätigte eine NGG-Sprecherin.

Laut Coca-Cola bekommen die rund 10 000 Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 3,5 Prozent mehr Geld, im nächsten Jahr steigen die Entgelte um weitere 3 Prozent. „Wir haben ein Ergebnis erreicht, das die Positionen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ausgewogen berücksichtigt“, teilte der Personalvorstand der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Frank Molthan, mit.

Vereinbart wurde demnach auch flexiblere Arbeitszeiten. Damit könne Coca-Cola bei Absatzschwankungen schneller reagieren und Mehrarbeit weitestgehend mit eigenen Mitarbeitern erbringen, hieß es. Auch eine Beschäftigungssicherung wurde vereinbart. Die drei Tarifverträge haben einen Laufzeit von zwei Jahren bis zum 31. Dezember 2014.

Coca Cola wird 125
Am 8. Mai 1886, so will es die Firmenlegende, wurde die Rezeptur von Coca-Cola entdeckt. Heute, 125 Jahre später, ist die süße Limonade ein Milliardengeschäft.Weitere Bilder anzeigen
1 von 13Foto: Reuters
08.05.2011 15:10Am 8. Mai 1886, so will es die Firmenlegende, wurde die Rezeptur von Coca-Cola entdeckt. Heute, 125 Jahre später, ist die süße...

Die Gewerkschaft hatte zuletzt mit einem Ultimatum den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Hätte es bis Dienstag keine Einigung gegeben, wäre NGG-Verhandlungsführer Claus-Harald Güster zu einem „heftigen Arbeitskampf“ bereit gewesen. Die NGG hatte ursprünglich sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert.

Nach dem Abschluss erhalten die Auszubildenden nach Unternehmensangaben in diesem Jahr monatlich 100 Euro mehr. 2014 steige ihre Vergütung um drei Prozent. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar