Getreideernte : Brot wird teurer

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Die Dürre in den USA wirkt sich auf deutsche Bäckereien aus. Zwar wird in diesem Jahr hierzulande mehr Weizen und Roggen geerntet als 2011. Doch die Preise sind so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr, weil der globale Weizenmarkt wegen der „Jahrhundertdürre in den USA und der schlechten Ernte in der Schwarzmeerregion“ von Knappheit geprägt ist, teilte der Verband Deutscher Mühlen mit. Den Angaben zufolge reichen die Weltgetreidevorräte derzeit nur 69 Tage. Die Brotgetreidepreise lägen derzeit um gut ein Viertel über dem Vorjahresniveau. Wie viel davon an den Endverbraucher weitergereicht wird, ist offen. Der Mehlmarkt sei „durch einen scharfen Preiswettbewerb geprägt“. Das bestätigt auch das Bäckerhandwerk. Die Lebensmitteldiscounter mit ihren Backautomaten machten es den Bäckern fast unmöglich, die Preise zu erhöhen. Trotzdem verteuerten sich Brot und Brötchen im vergangenen Jahr um drei Prozent. Für dieses Jahr will der Bäckerverband keine Prognose abgeben, obwohl neben Mehl auch Soja und Margarine teurer sind. Margarine deshalb, weil statt Raps zunehmend Mais für Biokraftstoffe angebaut werde. Die Rohstoffkosten sind aber nur einer von drei Preisfaktoren: Die Hälfte des Brotpreises wird zur Deckung der Personalkosten gebraucht, und der Anteil der Energiekosten steigt stetig. alf

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