Wirtschaft : Gewerkschaft sieht Ergo mit Sorge

HBV befürchtet Stellenstreichungen

DÜSSELDORF (ddpADN).Die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) hat die Befürchtung geäußert, daß die bevorstehende Verschmelzung von Victoria, Hamburg-Mannheimer, DKV und DAS unter dem Dach der Ergo zur zweitgrößten deutschen Versicherungsgruppe zu Lasten der Beschäftigten geht.Die Verschmelzung müsse daher sozialverträglich gestaltet werden, forderte HBV-Vorstandsmitglied Klaus Carlin am Dienstag in Düsseldorf. "Grundsätzlich erfüllt uns diese Entwicklung mit Sorge, da durch eine erhebliche Kapitalkonzentration die Schieflage zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen weiter zu Lasten der Beschäftigten verschoben wird", erklärte Carlin, der den Verlust von Arbeitsplätzen befürchtet. Die Gewerkschaft fordere daher den Abschluß von Vereinbarungen, in denen Mindeststandards in allen Unternehmen im Interesse der Beschäftigten abgesichert werden.Die gegenwärtig beschäftigten Arbeitnehmer sollten auch nach der Verschmelzung ohne Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes weiterarbeiten können.Betriebsbedingte Kündigungen sollen daher ausgeschlossen werden, und Versetzungen dürften nicht gegen den Willen der Arbeitnehmer erfolgen.Nach der Victoria wollten am Dienstag auch die Aktionäre der Hamburg-Mannheimer auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Fusion absegnen.

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