Wirtschaft : Gewerkschaft warnt ABB

Erhalt des Berliner Werks gefordert / Betriebsversammlung BERLIN (mot).Die Belegschaft der ABB Kraftwerke Berlin GmbH und Gewerkschaftsvertreter haben am Montag ihre Forderung nach einem langfristigen Erhalt des Standortes in Pankow bekräftigt."Wir werden keiner befristeten Lösung für das Werk zustimmen", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin-Brandenburg, Arno Hager, mit Blick auf Gespräche mit dem ABB-Vorstand, die vor der Aufsichtsratssitzung am 22.April stattfinden sollen.Das Berliner Werk könne mit einer Belegschaft, "die nicht wesentlich kleiner als die aktuelle ist" als ABB-Servicefabrik überleben.Die Ergebnisse der im Januar eingesetzten Arbeitsgruppen sprächen dafür.Nach massiven Protesten hatte der Konzern den Schließungsentscheid ausgesetzt, um in Arbeitsgruppen Alternativen zu prüfen.Hager geht davon aus, daß es in Berlin weiter eine ABB-Fertigung geben wird.Bedingung sei aber, daß die Berliner Fabrik im Konzern dauerhaft mit Serviceaufträgen versorgt werde.Habe der Standort keine solide ökonomische Basis, "fangen wir in zwei Jahren wieder von vorne an".DGB-Landeschef Dieter Scholz erklärte, es widerspreche jeder ökonomischen Logik, wenn ein prosperierendes Unternehmen, das sich auf dem Weltmarkt behaupte, seinen Standort Berlin dichtmachen wolle.An diesem Dienstag protestiert die ABB-Belegschaft auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung, die unter dem Motto "Kinder kämpfen um den Erhalt der Arbeitsplätze ihrer Eltern - Kinder brauchen eine Zukunft" steht, gegen die Schließung.

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