Wirtschaft : Gewinn braucht keine Rechtschreibung

Das Team „2 Pfolltrotel, 1 Schinäse“ liegt in Berlin vorn – trotz längerer Pause

Dass Stillhalten manchmal die beste Strategie ist, zeigt sich gerade beim Planspiel Börse. „2 Pfolltrotel, 1 Schinäse“ heißt das Siegerteam in der fünften Spielwoche, bestehend aus Tobias Prahl, Tobias Koops und Yiming Chen. Die drei Elftklässler der Bertha-von-Suttner-Oberschule haben seit vergangenem Freitag bei den Berliner Teilnehmern die Nase vorn. Das Planspiel der Sparkassen läuft noch bis zum 15. Dezember. Ein Einstieg ist noch bis kommenden Sonntag möglich. Die Schülerteams sind mit einem Anfangsbudget von 50 000 Euro gestartet, mit dem sie aus einer Liste von 175 Wertpapieren kaufen und wieder verkaufen können.

„2 Pfolltrotel, 1 Schinäse“ konnten ihr Startguthaben bis Freitag um 2294,99 Euro aufstocken. Vor drei Wochen hatten die Spiel-Börsianer alle Aktien verkauft und ihr Kapital zwei Wochen lang ruhen lassen. „Die Kurse gingen immer weiter runter, also haben wir beschlossen zu warten, bis sie ganz unten sind, um dann wieder einzusteigen“, erklärt Tobias Prahl. Das Kalkül ist aufgegangen: Andere Teams, die gerade noch deutlich besser dastanden, erzielten Verluste.

Ansonsten scheinen die drei ihre Strategie eher dem Zufall zu überlassen. Anfang Oktober hatten sie auf Hightechwerte wie Apple und Google gesetzt. Gerade haben sie Aktien von Bulgari, der Deutschen Bank, McDonald’s und World Disney gekauft. „Etwas ganz Neues“ wollten sie damit ausprobieren: Eine Bank sollte dabei sein, mit Disney etwas, „was mit Spaß zu tun hat“, und Bulgari, weil das eine Edelmarke ist.

Eines Tages professionell an der Börse zu handeln, kann sich Tobias Prahl nicht vorstellen. „Vielleicht würde ich privat mit ein paar tausend Euro spekulieren. Mehr aber nicht. In der Finanzkrise hat man ja gesehen, was passieren kann.“ yss

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