Wirtschaft : Gewinn trotz Airbus-Panne Rolls-Royce schreibt positives Ergebnis

Berlin - Gute Geschäfte mit Triebwerken für Militärflugzeuge und Schiffsantrieben haben Rolls-Royce die Bilanz gerettet. Trotz der Panne beim Superjumbo Airbus A380 konnte der Triebwerkshersteller sein Vorsteuer-Ergebnis um vier Prozent auf 955 Millionen Pfund (1,13 Milliarden Euro) steigern. Im größten Konzernbereich, der zivilen Luftfahrt, brach das Ergebnis aber im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent auf 392 Millionen Pfund (462 Millionen Euro) ein. Der Aktienkurs des Unternehmens rutschte nach Bekanntgabe der Zahlen ins Minus.

Im vergangenen November musste ein Airbus A380 der australischen Fluglinie Qantas notlanden, nachdem an einem Rolls-Royce-Triebwerk ein Feuer ausgebrochen war. Das Unternehmen hatte später mitgeteilt, dass eine bestimmte Komponente im Turbinenteil des Triebwerks den Schaden ausgelöst hatte. Solch ein Fehler trete nur einmal im Jahr bei der weltweiten zivilen Luftfahrtflotte auf, sagte Vorstandschef John Rose am Donnerstag. Die Kosten für die Triebwerkspanne bezifferte das Unternehmen auf rund 56 Millionen Pfund (66 Millionen Euro). Der Großteil der Kosten sei damit in der Bilanz 2010 beglichen. Die Panne habe sich nicht negativ auf die Nachfrage der entsprechenden Triebwerke ausgewirkt.

Flugzeugtriebwerke werden auch in der Nähe von Berlin entwickelt und montiert: Rolls-Royce betreibt ein Werk in Dahlewitz mit 1800 Mitarbeitern.

Die Gewinne in den Sparten militärische Luftfahrt und Marine stiegen 2010 um rund ein Viertel. Für 2011 rechnet Rose wieder mit steigenden Gewinnen in allen Sparten. Er wird Ende März nach 15 Jahren an der Spitze von Rolls-Royce in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger wird John Rishton, derzeit Chef der niederländischen Supermarktkette Ahold und früher Finanzvorstand von British Airways. cne/dpa

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