Gewinnausschüttung : VW-Beschäftigte erhalten Rekord-Erfolgsbeteiligung

Für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 des Wolfsburger Autokonzerns erhalten die rund 86.000 Mitarbeiter der Volkswagen AG 3700 Euro Gewinnbeteiligung. Das sind fast 1000 Euro mehr als im letzten Jahr.

WolfsburgDie Beschäftigten des Autobauers Volkswagen bekommen in diesem Jahr eine Rekord-Erfolgsbeteiligung. Wie das Unternehmen mitteilte, erhalten rund 86.000 Tarifmitarbeiter der Volkswagen AG jeweils 3700 Euro. Über die im Tarifvertrag vereinbarten zehn Prozent vom operativen Ergebnis der Marke Volkswagen hinaus habe der Konzernvorstand eine Sonderzahlung festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2006 hatte die Erfolgsbeteiligung 2710 Euro betragen.

Volkswagen hatte im vergangenen Jahr Rekorde bei Absatz und Ergebnis verzeichnet. 1191 Euro der Erfolgsbeteiligung wurden nach VW-Angaben bereits im vergangenen November als pauschale Vorauszahlung an jeden Mitarbeiter ausgeschüttet. Der nun hinzukommende Betrag von 2509 Euro werde im Mai gemeinsam mit dem Monatsentgelt ausgezahlt.

Belohnung für gute Arbeit

VW-Personalvorstand Horst Neumann sagte: "Wer sich engagiert und gute Arbeit liefert, muss dafür belohnt werden." Neumann verwies darauf, dass die VW-Belegschaft "maßgeblich" zur Restrukturierung des Unternehmens beigetragen habe, indem sie ohne Lohnausgleich zu längeren Arbeitszeiten zurückgekehrt sei.

Auch VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh betonte die Bedeutung der Tarifeinigung vom Herbst 2006. Damit hatten Volkswagen und die IG Metall nach monatelangem Ringen einen wichtigen Schritt zur Sanierung der damals ertragsschwachen Traditionsmarke VW erreicht. Im Kern stimmte die IG Metall deutlich längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich zu und besiegelte die Abkehr von der Vier-Tage-Woche. Im Gegenzug gab der Autobauer verbindliche Zusagen für die langfristige Zukunft der sechs westdeutschen Werke. Zudem wurde eine stärkere Erfolgsbeteiligung für die Belegschaft vereinbart. Durch die Tarifeinigung konnte VW die Arbeitskosten deutlich senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. (nal/dpa)

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