Gewinneinbruch : Deutschland-Aus belastet Wal-Mart

Der Rückzug aus Deutschland hat dem weltgrößten Einzelhandelskonzern Wal-Mart das Geschäftsergebnis für das zweite Quartal verhagelt. Der Gewinn sank um mehr als ein Viertel.

Bentonville - Wie der Konzern mitteilte, ging der Nettogewinn in dem Ende Juli abgelaufenen Viertel seines Geschäftsjahres im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent zurück. Er lag damit bei 2,08 Milliarden Dollar (1,63 Milliarden Euro). Hauptgrund für den Rückgang ist, dass Wal-Mart im Zuge des Verkaufs seiner 85 deutschen Warenhäuser an die Metro-Gruppe das Volumen seiner Deutschlandaktivitäten um 863 Millionen Euro nach unten korrigieren musste.

Als weiteren Grund für das Minus nannte der Konzern seinen Rückzug vom Markt in Südkorea. Die damit verbundenen Belastungen bezifferte Wal-Mart allerdings nicht. Ohne die Sonderbelastungen verbuchte das Unternehmen unter dem Strich einen Gewinnzuwachs von 4,6 Prozent auf 2,98 Milliarden Dollar. Dies deckte sich mit den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz zwischen Mai und Juli wuchs im Jahresvergleich um 11,3 Prozent auf 84,52 Milliarden Dollar, was wiederum etwas unter den Schätzungen der Analysten lag. Im vorbörslichen Handel in New York rutschte die Wal-Mart-Aktie um 0,86 Prozent auf 44,71 Dollar ab. (tso/AFP)

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