GfK-Index : Konsumenten trotz Krise weiterhin guter Dinge

Der Optimismus der Verbraucher bleibt trotz Rezession vorerst ungebrochen: Der Konsumklima-Index blieb auch im Mai erstaunlich robust, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) rechnet damit, dass die seit März mit 2,5 Punkten stabile Konsumstimmung auch im Juni konstant bleibt. Ob dies auch für die kommenden Monaten gelten könne, hänge entscheidend von der Lage auf dem Arbeitsmarkt ab – die echte Belastungsprobe stünde noch aus. Den Einbruch bei Exporten und Investitionen könne der Konsum nämlich nicht auffangen.

Aus dem Index, der sich aus den Indikatoren Anschaffungsneigung, Konjunktur- und Einkommenserwartung zusammensetzt, lässt sich jedoch eine durchaus positive Grundstimmung ablesen. Demnach beeinflusst die aktuelle Krise die Verbraucher in ihrem Kaufverhalten noch wenig. "Die Anschaffungsneigung verteidigt im Mai ihr ausgesprochen gutes Niveau und bleibt nahezu unverändert", erläuterte die GfK das Ergebnis ihrer Interviews mit rund 2000 Verbrauchern. Neben der Abwrackprämie seien dafür in erster Linie die moderaten Preise verantwortlich, die zum Kauf animierten.

Zudem blicken die Verbraucher optimistisch in die Zukunft und sind zunehmend zuversichtlich, dass die derzeitige Krise ihren Höhepunkt erreicht hat. Der Wert für die Konjunkturerwartung legte nach längerem Rückgang zum zweiten Mal in Folge leicht zu. "Ob damit aber bereits ein konjunktureller Wendepunkt erreicht ist, bleibt abzuwarten", hieß es in der Studie. Es seien aber die Chancen gestiegen, dass sich die Konjunktur bis zum Jahresende stabilisiere.

Allerdings rechnen die Befragten vermehrt damit, im kommenden Jahr weniger im eigenen Geldbeutel zu haben. Auf der einen Seite wirkten die niedrigen Preise sowie die anstehende Rentenerhöhung kaufkraftstabilisierend, erläuterte die GfK. Auf der anderen Seite drückten aber Kurzarbeit und die zunehmende Angst vor einer Kündigung auf die Stimmung. (nal/Reuters)

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