Wirtschaft : Gillette freut sich über eigene Übernahme

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Kronberg - Der Konsumgüterkonzern Gillette hat ein halbes Jahr nach der Übernahme durch Procter & Gamble eine positive Bilanz für den deutschen Markt gezogen. „Wir sehen bereits günstigere Konditionen für uns beim Kauf von Rohmaterialien und Dienstleistungen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Gillette- Gruppe Deutschland, Matthias Becker, in Kronberg. „Wir haben damit begonnen, unsere Vertriebskanäle zu optimieren.“

Deutschland sei sowohl für Produktion als auch Forschung und Entwicklung ein bedeutender Standort. Das zeige zum Beispiel der neue Nassrasierer Gillette Fusion mit fünf Klingen. „Die neueste Produktgeneration wird weltweit nur hier im Werk in Berlin und im Schwesterwerk in Boston hergestellt“, sagte Becker. Der Rasierer sei in Deutschland auch maßgeblich zur Fertigungsreife weiterentwickelt worden. In Berlin beschäftigt Gillette 1100 Mitarbeiter.

In den kommenden Wochen werden die Vertriebsmitarbeiter von Gillette und seinen Tochtergesellschaften Braun (Elektrorasierer, Haushaltsgeräte), Duracell (Batterien) und Oral-B (Zahnpflege) an den Sitz der Procter-Zentrale in Schwalbach am Taunus umziehen. Dabei sollen innerhalb von eineinhalb Jahren weitgehend ohne betriebsbedingte Kündigungen 200 von 3600 Stellen an den Standorten Kronberg und Schwalbach wegfallen. Insgesamt kommt Procter & Gamble nach der Übernahme des Darmstädter Kosmetikkonzerns Wella und nun Gillette auf 17 000 Mitarbeiter in Deutschland, die höchste Zahl weltweit nach dem Heimatmarkt USA. dpa

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