Wirtschaft : Girokonto vor Pfändung geschützt

Jeder Bürger kann ab dem heutigen Tag von seiner Bank oder Sparkasse verlangen, dass sein bestehendes Girokonto als ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto (P-Konto) geführt wird. Damit bleibt in jedem Monat ein Grundbetrag von 985,15 Euro vor der Pfändung geschützt. Dieser Grundbetrag kann beispielsweise wegen gesetzlicher Unterhaltspflichten erhöht werden. „Ohne Girokonto lässt sich der Alltag kaum organisieren“, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CDU) am Mittwoch in Berlin. Das neue P-Konto schütze den Kontoinhaber davor, wegen einer Kontopfändung vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen zu werden und sich so noch tiefer zu verschulden. Die Ministerin forderte Banken und Sparkassen auf, das neue Konto kostenfrei anzubieten oder zumindest „keine Aufschläge zur normalen Kontoführungsgebühr“ zu verlangen. Ein Recht auf ein Girokonto haben verschuldete Menschen deshalb trotzdem nicht. Die Banken sind zwar verpflichtet, ein bereits bestehendes Konto als P-Konto weiterzuführen. Auf die Neueinrichtung eines solchen Kontos gibt es aber bislang noch keinen Rechtsanspruch. mirs

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben