Wirtschaft : Gläubiger billigen Sanierungsplan für Senator Kapitalschnitt soll Filmfirma retten

Banken geben Konten frei

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Berlin (mot). Die Sanierung der insolventen Berliner Filmproduktions und Verleihfirma Senator kommt voran. Die Gläubigerbanken stimmten einem Sanierungsplan des vorläufigen Insolvenzverwalters Rolf Rattunde zu, wie die Senator Entertainment AG („Das Wunder von Bern“) am Donnerstagabend mitteilte. Der Plan sieht einen Kapitalschnitt vor. Danach soll zunächst das Kapital der Gesellschaft herabgesetzt und anschließend für die Muttergesellschaft erhöht werden. Auf diesem Wege könnten die Tochterfirmen, auf die Verleih, Produktion und Vertrieb verteilt sind, aus der Insolvenz entlassen werden, teilte Rattunde mit. Die Banken gaben noch am Donnerstag die erforderlichen Mittel frei, um den Geschäftsbetrieb „bis auf weiteres“ aufrechtzuerhalten. Rattunde schätzt die gesamten Verbindlichkeiten der Senator AG einschließlich möglicher Rückzahlungen von Filmförderungsmitteln auf 180 bis 200 Millionen Euro. Das operative Geschäft – der Verleih und die Produktion von Filmen – sei „im Kern gesund“. Der Insolvenzverwalter will in Kürze eine Hauptversammlung einberufen und den Aktionären den Kapitalschnitt vorschlagen. In den kommenden Tagen sollen intensive Gespräche mit potenziellen Investoren geführt werden. Die Aktie legte im späten Frankfurter Handel um mehr als 20 Prozent auf 0,28 Euro zu.

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