Gleichbehandlungsgesetz : Was Sie verlangen können

DAS GESETZ



Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz darf niemand wegen seiner ethnischen Herkunft, seinem Alter, seinem Geschlecht, seiner sexuellen Identität, einer Behinderung sowie wegen seiner Religion oder Weltanschauung Nachteile haben. Das gilt im Zivilrecht etwa für die Wohnungssuche oder den Kneipenbesuch. Besonders relevant ist das Gesetz jedoch im Arbeitsleben – wenn andere den begehrten Job, die Beförderung oder die Gehaltserhöhung bekommen.

DER SCHADENERSATZ

Wer diskriminiert wird, kann sich wehren und Schadenersatz oder Schmerzensgeld verlangen. Das muss jedoch innerhalb einer Frist von zwei Monaten geschehen. Arbeitgeber sind gehalten, Beschwerdestellen einzurichten, an die sich die Arbeitnehmer wenden können.

DER NACHWEIS

Wichtig ist, Beweise zu sichern, Zeugen anzusprechen, Dokumente aufzubewahren. Das können Stellenausschreibungen sein oder der Schriftwechsel mit dem Arbeitgeber.

DIE BEHÖRDEN

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Alexanderstraße 1, 10718 Berlin) informiert Sie über Ihre Ansprüche und versucht, zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Telefon: 03018/555-1865. In Berlin können Sie sich auch an die Antidiskriminierungsstelle bei der Senatsverwaltung für Arbeit wenden, Oranienstraße 106, 10969 Berlin, Telefon: 9028-2726, -2708, -1767, -1876, -1791. hej

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