Wirtschaft : Globales Joint-venture der Telefonriesen

LONDON / NEW YORK .Die AT & T Corporation und die British Telecommunications Plc stehen nach Zeitungsberichten vom Sonnabend vor dem Abschluß einer weitreichenden globalen Zusammenarbeit.Demnach wollen die Telekommunikationskonzerne mit ihrem Joint-venture internationale Unternehmenskunden in aller Welt bedienen.Dies ist das lukrativste Geschäft im internationalen Telekommunikationsmarkt.Die Allianz würde sich laut "New York Times" möglicherweise um das bedeutendste internationale Telekommunikations-Joint-Venture handeln.Die beiden Firmen wollen angeblich mehrere hundert Mill.Dollar in das Gemeinschaftsunternehmen investieren.Der amerikanische Wirtschaftsfernsehsender CNBC sprach von einer Zusammenarbeit mit Milliardenwert.Eine Vereinbarung könnte möglicherweise bereits am Sonntag bekanntgegeben werden.Die beiden Firmen gaben bis zum Sonnabend nachmittag keine Stellungnahmen ab.British Telecom sucht seit der geplatzten Übernahme des zweitgrößten amerikanischen Ferngesprächsunternehmens MCI Communications Corp.einen neuen Partner.British Telecom hatte 24 Mrd.Dollar für MCI geboten, doch war sie von der US-Telekommunikationsgesellschaft WorldCom überboten worden.Die WorldCom-Offerte hat einen Wert von rund 37 Mrd.Dollar.British Telecom benötigt einen starken US-Partner im 650 Mrd.Dollar großen globalen Telekommunikationsmarkt.

AT & T war seinerseits im internationalen Telekommunikationsgeschäft mit Unternehmenskunden ins Hintertreffen geraten.AT & T hatte eine lockere Allianz mit einem Dutzend mittelgroßer europäischer und asiatischer Telefongesellschaften gebildet.Die Deutsche Telekom und die France Telecom beteiligten sich mit jeweils zehn Prozent an dem drittgrößten US-Ferngesprächsunternehmen Sprint.Sie betreiben mit Sprint ein internationales Joint-venture, das sich ebenfalls an die Unternehmenskunden richtet.

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