Wirtschaft : Globalisierung: Handel mit Dienstleistungen

dbi

Die Schlussakte, mit der die mehrjährigen Verhandlungen der Uruguay-Runde zur Liberalisierung des Welthandels 1994 beendet wurde, enthält nicht nur ein Bekenntnis zum freieren Handel mit Gütern, sondern auch ein Allgemeines Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen (Gats). Da aber der Dienstleistungssektor in den meisten Ländern wie auch auf internationaler Ebene noch immer weit weniger liberalisiert ist als der Warenaustausch, wurde vereinbart, im Bereich Dienstleistungen ab dem Jahr 2000 im Rahmen der WTO neue multilaterale Gespräche durchzuführen. Mittels dieser built in-agenda wird einerseits die Umsetzung der bisherigen Abkommen überprüft, aber auch das Terrain für weitere Liberalisierungen abgesteckt.

Die haben ihre Vorschläge eingereicht und beraten in den kommenden Tagen während des "stock takings" das weitere Vorgehen wie Agenda, Zeitplan und Verfahren für die Liberalisierungsgespräche in Branchen wie Bank- und Finanzwesen, Telekommunikation, Tourismus, Flugverkehr und Energieversorgung. Die besonders sensiblen Bereiche Gesundheitswesen und Bildung sollen vorerst ausgeklammert werden.

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