Wirtschaft : Globalisierung: Weltweite Verflechtung nimmt beständig zu

Die weltweite wirtschaftliche Verflechtung hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Der Anteil der Entwicklungsländer an Kapitalzuflüssen aus dem Ausland aber sinkt. Das geht aus dem Weltinvestitionsbericht hervor, den die UN-Handels- und Entwicklungsorganisation Unctad am Dienstag in Berlin und mehreren anderen Städten vorgestellt hat. Deutschland rückte unter den Zielländern für ausländische Direktinvestitionen in Europa vor Großbritannien auf den ersten Platz und international auf Rang zwei nach den USA. Dazu habe die Fusion von Mannesmann mit Vodafone AirTouch erheblich beigetragen, berichtete Unctad-Sprecherin Gabrielle Köhler. An der Spitze der Investoren steht weltweit zum zweiten Mal in Folge Großbritannien. Insgesamt nahmen die ausländischen Direktinvestitionen im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 1,3 Billionen US-Dollar (1,41 Billionen Euro) zu. Das Wachstum sei vor allem auf grenzüberschreitende Fusionen und Übernahmen zurückzuführen, die um rund 50 Prozent auf 1,1 Billionen Dollar stiegen. Zur Zeit sei jedoch ein Abwärtstrend zu beobachten, der auch mit der allgemeinen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums zu tun habe.

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