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Der Bankenrettungsfonds Soffin hat der Commerzbank in der Finanzkrise über eine Stille Einlage Kapital bereitgestellt. Das ist eine Art Aktie ohne Stimmrecht. Statt einer Dividende bekommt der Soffin für die Einlage einen festen Zinssatz von (theoretisch) neun Prozent. Entsprechend wird er bevorzugt bedient: Erst werden die Zinsen an den Soffin gezahlt – wenn dann noch etwas vom Gewinn übrig ist, bekommen die Aktionäre ihre Dividende ausgeschüttet. Die Commerzbank will den Soffin nun auszahlen, indem sie neue Aktien ausgibt – das nennt man Kapitalerhöhung. Für die Bank hat das den Vorteil, dass sie damit auch ihr Eigenkapital stärken kann. Das ist das Geld, das die Eigentümer bereitstellen. Auch Aktionäre gelten als Eigentümer, weil sie mit der Aktie einen Anteil am Unternehmen erwerben. Für die Commerzbank ist das wichtig, denn Banken müssen nach den neuen Richtlinien (Basel III) künftig mehr Eigenkapital als früher vorhalten – zum Beispiel um den Ausfall von Krediten abfedern zu können. cne

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