Wirtschaft : Glossar zur Bankenkrise

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BAD BANK



Sie haben weder Schalter noch Mitarbeiter, sondern existieren nur als juristische Konstruktion, in die Banken risikoreiche Wertpapiere oder ganze Geschäftsbereiche entsorgen können. Es gibt zwei aufeinander aufbauende Modelle: Zweckgesellschaften für Privatbanken und Anstalten für die öffentlich-rechtlichen Landesbanken (siehe Kästen).

BANKENRETTUNGSFONDS

Den Sonderfonds des Bundes zur Bankenrettung (Soffin) gibt es seit Oktober 2008. Er ist mit 480 Milliarden Euro ausgestattet und soll Banken stabilisieren und helfen, das Vertrauen an den Finanzmärkten wiederherzustellen. Darüber, wer Hilfe bekommt, entscheidet der Lenkungsausschuss. Darin sitzen je ein Vertreter von Kanzleramt, Bundesministerium für Finanzen, Justiz und Wirtschaft sowie je ein Mitglied der Länder.



EIGENKAPITAL

Banken brauchen Eigenkapital, um potenzielle Verluste abzufedern und die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Wegen des starken Wettbewerbs haben viele Banken ihr Kreditgeschäft ausgeweitet, ohne dies ausreichend mit Eigenkapital zu unterlegen. Als zunehmend Insolvenzen von Kreditnehmern auftraten, sank das Eigenkapital der Banken ab. Schlimmstenfalls führt das zur Insolvenz.

LANDESBANKEN

Rund 20 Prozent des deutschen Bankensektors entfallen auf Landesbanken, weitere 13 Prozent auf Sparkassen und etwa ein Drittel auf private Geschäftsbanken. In Deutschland gibt es noch sieben Landesbanken. Die meisten sind von der Finanzkrise schwer getroffen.


ZWECKGESELLSCHAFT

Eine Zweckgesellschaft ist eine juristische Person, die für einen klar definierten Zweck gegründet wird. In solche Zweckgesellschaften („Bad Banks“) sollen Privatbanken ihre Risikopapiere auslagern können. Das ist bilanzneutral, belastet also das Eigenkapital nicht. pet

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