Wirtschaft : Glühwein

Trotz höherer Nachfrage bleiben die Preise stabil

Sören Kittel

PREIS DER WOCHE

Man nehme: eine Flasche Rotwein, erhitze sie, gebe Früchte, Zucker und Gewürze hinzu – und fertig ist der Glühwein. Eigentlich ganz einfach. Trotzdem werden jährlich 60 und 70 Millionen Liter Fertig-Glühwein in Flaschen und Tetrapacks gekauft.

Eine Flasche Original Nürnberger Christkindlesmarkt Glühwein vom Marktführer Gerstacker kostet zwischen 1,80 und zwei Euro. „Vor der Einführung des Euro war die Flasche allerdings ungefähr 30 Cent billiger“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Gerstacker. Seitdem seien die Preise allerdings stabil geblieben. Andere Hersteller, wie Hitzkopf oder die Kellerei Binderer orientieren sich an diesem Preis. Billiger wird es beim Discounter. Rund einen Euro zahlt der Käufer dort für einen Liter des süßen Heißgetränks. Inzwischen werden mehr als die Hälfte der Fertig-Glühweine bei Aldi und Co. gekauft.

Besonders gern wird Glühwein außer Haus getrunken – vor allem auf Weihnachtsmärkten. „Allerdings nur, wenn es kalt ist“, sagt Michael Roden, Betreiber eines Glühweinstandes auf dem Breitscheidplatz in Berlin. „Um das Geschäft anzukurbeln haben wir die Preise gesenkt.“ Während 2002 eine Tasse Glühwein noch 1,80 Euro kostete, verlangt Roden dieses Jahr nur 1,50 Euro. Weil die Preise aber abhängig von der Stellplatzmiete sind, kostet eine Tasse auf dem Gendarmenmarkt stolze 2,50 Euro. Foto: Fotex

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