Wirtschaft : GM verzögert Opel-Verkauf

Berlin - Der Opel-Eigentümer General Motors (GM) tritt beim Verkauf des Autobauers auf die Bremse. Erst am 3. November werde sich der Verwaltungsrat des US-Konzerns mit der Veräußerung an den Zulieferer Magna und den Bedenken der EU-Kommission befassen, teilte GM-Vize John Smith am Freitag in seinem Internet-Blog mit. Weil weder GM noch die Opel-Treuhand kurzfristig die von der EU geforderte Erklärung abgeben wollten, dass die Entscheidung für Magna ohne politischen Druck erfolgte, kann der staatliche Kredit von 4,5 Milliarden Euro nicht fließen. Während die Bundesregierung keine Anzeichen für ein Scheitern des Verkaufs erkennen wollte, erhoben Arbeitnehmervertreter schwere Vorwürfe. „GM gefährdet bewusst und grob fahrlässig nicht nur die Zukunft der Marke und des Unternehmens, sondern die Zukunft von vielen tausend Menschen“, sagte der Frankfurter IG-Metall-Chef und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild dem Tagesspiegel. Die IG Metall sei nicht bereit, „auf dieser Grundlage mit GM zusammenzuarbeiten“ und werde gegebenenfalls alle Zusagen rückgängig machen. mot

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