• Göttinger Gruppe: Der Finanzdienstleister wehrt sich - Verwaltungsgericht hebt Verfügung der Bankenaufsicht auf

Wirtschaft : Göttinger Gruppe: Der Finanzdienstleister wehrt sich - Verwaltungsgericht hebt Verfügung der Bankenaufsicht auf

Der ins Visier der Bankenaufsicht geratene Finanzdienstleister Göttinger Gruppe hat einen kleinen Sieg gegen das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen errungen. Aufgrund eines Eilantrages der Gruppe hat das Verwaltungsgericht Berlin am vergangenen Freitag eine Verfügung des Bundesaufsichtsamtes aufgehoben, das der Gruppe und ihrer Tochtergesellschaft Securenta AG untersagt hatte, ihre Stimmrechte bei der Beteiligung am Bankhaus Partin auszuüben. Die Geschäftsführung der Göttinger Gruppe sieht sich durch das Urteil schon zum Teil rehabilitiert: "Der unverantwortlichen Kampagne der Verunsicherung unserer Anleger wird mit dieser Gerichtsentscheidung der amtliche Nährboden entzogen. Sowohl die Mitteilungen des Bankenprüfverbandes wie des Aufsichtsamtes haben sich in den entscheidenden Punkten als nicht stichhaltig erwiesen", hieß es in einer Stellungnahme von Montag.

Die Begründung werde erst im Laufe dieser Woche vorliegen, verlautete beim Gericht. Das Bundesaufsichtsamt verdächtigt die Gruppe, ein "modifiziertes Schneeballsystem" zu betreiben und Gelder ihrer Anleger in Gefahr zu bringen. Konkret geht es dabei vor allem um die Frage, ob die Gelder, die die Tochtergesellschaft Securenta AG einsammelt, sicher und rentabel angelegt sind. Auch dies sieht die Gruppe nun durch ein vom Oberlandesgericht Köln in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt. Darin heiße es, "Anhaltspunkte dafür, dass eine Restituierung des Kapitals der Aktionäre und der stillen Gesellschafter ausgeschlossen erscheint, konnte nicht festgestellt werden."

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