Wirtschaft : Goldener Handschlag für Pischetsrieder

BERLIN / MÜNCHEN (AFP).Der abgelöste BMW-Chef Bernd Pischetsrieder kann nach Informationen der Zeitung "Die Welt" mit einer Abfindung von rund 15 Mill.rechnen.Dies wäre eine der höchsten Abfindungen in der deutschen Unternehmensgeschichte.Wahrscheinlich werde Pischetsrieder neben der Summe, die sich aus der Restlaufzeit seines Vertrages ergebe, aber noch Verbesserungen bei der Betriebsrente erreichen, wodurch sich der Wert der Leistungen weiter erhöhen dürfte.BMW wollte den Bericht nicht kommentieren.Auch andere Zeitungen, darunter das "Handelsblatt", hatten spekuliert, Pischetsrieder und der ebenfalls gekündigte BMW-Entwicklungsvorstand Wolfgang Reitzle dürften "Millionenabfindungen" einstreichen.

Pischetsrieder scheidet dem Zeitungsbericht zufolge 50 Monate früher als geplant als Vorstandsvorsitzender aus.Sein Vertrag als BMW-Chef sei erst im vergangenen Jahr um fünf Jahre verlängert worden.Die Höhe der Abfindung errechne sich auf der Grundlage eines Jahresgehalts von 3,5 Mill.DM ohne Tantiemen für Aufsichtsratsmandate und sonstige Nebeneinkünfte.Die Gehaltssumme war Pischetsrieder im vergangenen Jahr vom "Manager Magazin" unwidersprochen zugeschrieben worden.

Unterdessen teilte BMW mit, die britische Tochter Rover solle wie bisher geplant im Jahr 2000 die Gewinnzone erreichen.Premierminister Tony Blair schloß unterdessen nicht aus, daß seine Regierung für das Rover-Werk Longbridge Finanzhilfen anbieten wird.Einem Zeitungsbericht zufolge setzte sich Blair bei Bundeskanzler Schröder persönlich für den Erhalt des Werks mit derzeit 12 000 Arbeitnehmern ein.

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