Griechenland : Fraport kauft 14 Regionalflughäfen

Die griechische Regierung hat den Verkauf von 14 Regionalflughäfen an den deutschen Flughafenbetreiber Fraport für 1,23 Milliarden Euro genehmigt. Unter den Flughäfen, die Fraport übernehmen soll, sind unter anderem die der Inseln Mykonos, Santorini, Rhodos und Kos.

Der "Makedonia"- Flughafen in Tessaloniki: Auch den übernimmt Fraport.
Der "Makedonia"- Flughafen in Tessaloniki: Auch den übernimmt Fraport.Foto: dpa

Die griechische Regierung hat den Verkauf von 14 Regionalflughäfen an den deutschen Flughafenbetreiber Fraport nach monatelanger Hängepartie für 1,23 Milliarden Euro genehmigt. Die Entscheidung wurde am Dienstag im Amtsblatt bestätigt und trägt die Unterschriften mehrerer Minister, darunter Vize-Regierungschef Giannis Dragasakis und Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis.

Der Verkauf an Fraport ist eine der Bedingungen für das dritte Hilfsprogramm

Fraport hatte im November 2014 den Zuschlag bekommen, der Verkauf sollte nach dem Regierungswechsel aber nochmal überprüft werden. Der Verkauf an Fraport ist eine der Bedingungen für das dritte Hilfsprogramm für Griechenland im Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro.

Die Frankfurter hatten sich gemeinsam mit dem griechischen Partner Copelouzos 2014 in einem Bieterwettbewerb durchgesetzt und den Zuschlag für die Betreiberkonzessionen bis ins Jahr 2055 erhalten. Die Regierung von Tsipras hatte die Privatisierung jedoch danach infrage gestellt und später Änderungen an den Verträgen gefordert. Eine Übernahme des Betriebs durch Fraport noch in diesem Jahr scheint angesichts der Verzögerungen nicht realistisch.

Eine der größten Privatinvestitionen seit Ausbruch der Finanzkrise

Unter den Flughäfen, die die Fraport AG übernehmen soll, sind die der Jet-Set-Inseln Mykonos, Santorini und Skiathos sowie der Touristeninseln Rhodos, Korfu und Kos und einer auf dem Westen der Mittelmeerinsel Kreta bei Chania. Das von Fraport mehrheitlich geführte Konsortium übernimmt auch den Flughafen der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki. Es ist eine der größten Privatinvestitionen seit Ausbruch der Finanzkrise in dem hoch verschuldeten Land vor gut fünf Jahren, hieß es aus Kreisen des Privatisierungsfonds (TAIPED) in Athen. Durch den Verkauf des griechischen Tafelsilbers sollen langfristig 50 Milliarden Euro zusammenkommen. (dpa und AFP)


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