Wirtschaft : Griechenlands Wirtschaft schrumpft stärker

Thessaloniki/Marseille - Der griechischen Regierung entgleitet die wirtschaftliche Basis für ihren Sparkurs. Die Rezession übertreffe alle Vorhersagen, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Samstag in Thessaloniki. Statt um 3,8 Prozent werde die Wirtschaft dieses Jahr voraussichtlich um mehr als fünf Prozent schrumpfen. Zurzeit ringt die Regierung in Athen mit den anderen Euro-Ländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) um die Auszahlung der sechsten Tranche von acht Milliarden Euro aus dem ersten Hilfspaket.

Nach dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrieländer (G7) in Marseille, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), solange Griechenland die Auflagen nicht erfülle, könnten weitere Hilfen nicht fließen.

Bei dem Treffen verständigten sich die G7 am Freitag auf eine „starke Antwort“ gegen den Wirtschaftsabschwung und die Finanzmarktturbulenzen. Ein konkretes Maßnahmenpaket schnürten sie allerdings nicht. Nach den politischen Umwälzungen in den arabischen Ländern wollen die G7 und Russland die Region mit 38 Milliarden Dollar unterstützen. Das Geld werde Tunesien, Ägypten, Marokko und Jordanien zukommen, sagte der französische Finanzminister Francois Baroin am Samstag. Auch dem libyschen Übergangsrat werde angeboten, an dem Programm teilzunehmen. Die Mittel sollten bis 2013 vergeben werden. rtr/dpa

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