Wirtschaft : Großaktionäre geben Hochtief nicht her Fondsmanager lehnen ACS-Offerte ab

Frankfurt am Main/Düsseldorf- Die Übernahmepläne des spanischen ACS-Konzerns für Hochtief stoßen bei Großaktionären des Essener Baukonzerns auf Ablehnung. Mehrere Fonds-Manager sagten am Freitag auf Nachfrage, sie würden ihre Hochtief-Aktien nicht in ACS-Aktien tauschen. „Wir nehmen das Angebot nicht an“, sagte einer der Manager. Er glaube nicht, dass eine Übernahme Hochtief nutzen werde, sagte LBBW-Fondsmanager und -Analyst Markus Zeiß. Sollte es zu einer Übernahme kommen, hoffe er, dass ACS 80 Euro pro Hochtief-Aktie zahle.

Ein weiterer Fondsmanager forderte einen Aufschlag von bis zu 30 Prozent auf den Kurs, was rund 80 Euro entspricht. „Das ist ein unmoralisches Angebot“, sagte er zur jetzigen ACS-Offerte. Der spanische Konzern hatte vor einem Monat überraschend sein Interesse angemeldet und zum Zeitpunkt der Ankündigung die Hochtief-Aktie mit rund 56 Euro bewertet, zuletzt kosteten die im MDax notierten Papiere 63,92 Euro.

Weitere Fondsmanager gaben sich ebenso ablehnend und äußerten den Verdacht, dass ACS seine Bilanz aufhübschen wolle. „Es müsste deutlich mehr draufgelegt werden und es sollte eine Cash-Komponente geben“, forderte ein Portfolio-Manager. Insgesamt besitzen die befragten Gesellschaften mehr als acht Prozent der Hochtief-Anteile. rtr

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