Wirtschaft : Großaufträge für den Bau Hochwasser mindert die Krise

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Berlin (Tsp/dpa). Die deutsche Bauindustrie kann wegen der Hochwasserschäden in den kommenden Monaten mit Aufträgen in Milliardenhöhe rechnen. „Wir erwarten Beträge, die in eine Größenordnung von deutlich mehr als fünf Milliarden Euro gehen“, sagt Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrie-Hauptverbandes. Besonders bei der Infrastruktur ist der Bedarf an Bauleistungen groß. Allein in Sachsen sind 740 Kilometer Straßen nicht mehr zu benutzen, 180 Brücken beschädigt oder zerstört. Die Bahn muss 540 Kilometer Schienen sanieren lassen. Für die ostdeutsche Bauwirtschaft hat das Hochwasser die Lage völlig verändert. Bis in die vergangene Woche klagten alle noch darüber, dass die Krise kein Ende nehme: leere Auftragsbücher, mehr als 1800 Pleiten, 45 000 Stellen weniger als vergangenes Jahr. Fachleute gehen davon aus, dass die meisten Aufträge an mittelständische Firmen in der Region gehen. Insbesondere bei der Instandsetzung von Häusern, Wohnungen und kleinen Betrieben könnten die Mittelständler zum Zuge kommen.

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