Wirtschaft : Große Lücken

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Der Kodex gilt seit zwei Jahren und enthält 67 „Soll“ und 16 „Kann“-Empfehlungen für eine gute und transparente Unternehmensführung. Die von der Cromme-

Kommission erstellten Regeln sind freiwillig.

DIE ANALYSE

Die Uni Hamburg hat die Akzeptanz aller Kodex-Empfehlungen bei 96 Gesellschaften des Deutschen Aktienindex abgefragt.

DAS ERGEBNIS

Schlusslicht bei der Akzeptanz ist die Veröffentlichung der individuellen Vergütung von Vorständen (nur 28 Prozent) und Aufsichtsräten (44 Prozent). Etwas besser sieht es bei der Internationalität, der Vermeidung von Interessenkonflikten und der Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder aus. Das akzeptieren 79 Prozent der Firmen. Die Werte für Aktienoptionen der Manager zeigen schon 90 Prozent der Gesellschaften.

DIE MUSTERKNABEN

Spitzenreiter ist der Energieversorger RWE, der alle Regeln des Governance-Kodex umsetzt. Die Pharmafirma Altana und Thyssen- Krupp erlauben sich je eine Abweichung, die Deutsche Bank oder die Allianz immerhin schon vier. Im Schnitt lehnen die 96 Firmen aber mehr als zwölf Regeln des Kodex ab. fo

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