Wirtschaft : Großes Stühlerücken bei der Bankgesellschaft Berlin

BERLIN (dr).Der Aufsichtsrat der Bankgesellschaft Berlin AG, Berlin, hat am Donnerstag die lange erwarteten Personalentscheidungen getroffen, die sich aus der Umstrukturierung des Konzerns und der vor kurzem gebilligten Verschmelzung der Berliner Bank auf die Bankgesellschaft ergeben.Spekuliert wurde in jüngster Zeit besonders über die berufliche Zukunft der Mitglieder des Vorstandes der Berliner Bank.Der Vorstand werde die Integration in die Bankgesellschaft bis zum Vollzug der Fusion begleiten, hieß es nach der Aufsichtsratssitzung in einer Pressemitteilung.

Der bisherige Vorstandssprecher der Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, ist der Mitteilung zufolge vom Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsvorsitzenden berufen worden.Ferner gehören dem Vorstand der Bankgesellschaft Hans Leukers, Norbert Pawlowski, Leopold Tröbinger sowie Thomas Kurze und Lothar Wackerbeck an.Kurze wird das Privatkundengeschäft des Konzerns übernehmen und legt seine bisherige Funktion als Vorstand der Landesbank nieder.Wackerbeck wird für das Firmen-, und insbesondere das Großkundengeschäft und das Auslandsgeschäft verantwortlich zeichnen, und wird ebenfalls seine Funktionen als Mitglied des Vorstandes der Landesbank sowie der Berliner Bank, wo er ebenfalls für das Firmenkundengeschäft zuständig war, niederlegen.

Der künftige Konzernvorstand setzt sich aus dem Vorstand der Bankgesellschaft Berlin AG sowie den Sprechern des Vorstandes der Landesbank Berlin, Ulf-Wilhelm Decken, sowie dem Sprecher des Vorstandes der Berlin-Hannoversche Hypothekenbank, Klaus Landowsky, zusammen.Zum stellvertretenden Vorstand der Bankgesellschaft wurde zum 1.Februar 1999 Johannes Evers berufen.Er war zuletzt in leitender Funktion im Konzern der HypoVereinsbank tätig, und wird in Berlin für das Filialgeschäft des Konzerns zuständig sein.

Die beiden Vorstände der Berliner Bank, Klaus von der Heyde und Peter-Jörg Klein, werden mit Abschluß der Integrationsaufgaben in gegenseitigem Einvernehmen aus dem Konzern ausscheiden, heißt es weiter.Ein Sprecher der Bankgesellschaft nannte als Termin den 1.April, wenn die Fusion ins Handelsregister eingetragen wird.Der Berliner-Bank-Vorstand Helmuth Strothmann, dessen Vertrag im 1.Halbjahr 1999 endet, scheidet bereits zum Jahresende 1998 im gegenseitigen Einvernehmen aus.Er war bereits seit einigen Wochen nach offizieller Sprachregelung in Urlaub.Giselbert Behr soll eine Führungsaufgabe im Konzern der Bankgesellschaft Berlin angeboten werden.

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