Wirtschaft : Großkonzerne gehen nach Russland Nur die Telekom zieht sich zurück

-

Berlin Die Deutsche Telekom zieht sich weiter aus dem russischen Mobilfunkmarkt zurück. Sie reduziert ihre Beteiligung an der Mobile Tele-Systems (MTS) von 25,1 auf 13,1 Prozent. Die Anteile sollten noch im Laufe des Donnerstag am Kapitalmarkt platziert werden. Nach Einschätzung von Analysten wird die Telekom aus dem Verkauf einen Erlös von rund 1,5 Milliarden Euro erzielen. MTS ist einer der größten Mobilfunkanbieter in Osteuropa.

Dagegen planen andere deutsche Großkonzerne neue Investitionen in Russland. Nach Informationen des Handelsblatts sollen am Rande des Treffens zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Russlands Präsident Wladimir Putin am Montag etliche Wirtschaftsverträge unterschrieben werden. So wird der VW-Konzern nach Informationen des Handelsblattes spätestens im übernächsten Jahr in der Nähe von Moskau Autos der Marke Volkswagen montieren. Darüber soll am Rande der deutsch-russischen Regierungskonsultationen eine Absichtserklärung unterzeichnet werden. Allerdings stellt das Unternehmen Bedingungen: So soll die russische Regierung zuvor die hohen Zölle auf die Einfuhr von Autoteilen senken.

Daneben wollen der europäische Airbus-Bauer EADS und der russische Kampfjethersteller Irkut eine engere Zusammenarbeit vereinbaren. Dabei geht es um den Einstieg von EADS bei Irkut mit zunächst zehn Prozent der Anteile für rund 55 Millionen Dollar und eine vertiefte industrielle Kooperation. Siemens plant den Einstieg beim führenden russischen Turbinenbauer Silowyje Maschiny: Die Münchener wollen nach Unternehmensangaben ein Joint venture mit der Silowyje-Mutter Interros bilden. Zudem ist nach Angaben des russischen Botschafters Wladimir Kotenjow auch ein Abkommen der russischen Eisenbahn mit der Deutschen Bahn und dem Siemens-Konzern im Gespräch. vis/HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar