Wirtschaft : Grüne und BASF forschen zusammen

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b Ökosteuer oder Emmissionshandel - Grüne und BASF sind in der Umweltpolitik selten einer Meinung. Wenn es bei den großen Fragen nicht klappt, einigen wir uns vielleicht bei den kleinen, mag sich Reinhard Loske, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, gedacht haben - und gab der BASF einen Auftrag. Das Ergebnis wurde am Montag vorgestellt.

Ganz offiziell heißt Loskes Auftrag "Ökoeffizienz-Analyse". Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger hat BASF dieses Instrument entwickelt. Am Beispiel Kühlschrank haben die Experten durchgerechnet, welche Kosten und Umweltbelastungen ein Produkt von der Herstellung über den Betrieb bis zur Entsorgung verursacht. Wie viel Strom der zehn Jahre alte Kühlschrank verbrauchen würde und wie viel ein neuer Kühlschrank sparen könnte. Eingerechnet wurde ebenfalls, welche Rohstoffe bei der Herstellung des neuen Kühlschranks verbraucht und wie dabei Luft und Wasser verschmutzt werden.

Das Ergebnis: Das Altgerät schneidet gar nicht schlecht ab, wenn es weniger als 300 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht. Der Rat von BASF und Grünen: Das Gerät kann noch ein paar Jahre seinen Dienst tun. Verbraucht es aber mehr, empfiehlt sich eine Ersatz-Investition mit der Energie-Effizienzklasse A. Damit wird die Umwelt entlastet, das Portemonnaie in den ersten fünf Jahren allerdings noch nicht. Mit der politischen Schlussfolgerung verließ Loske dann schon wieder das Feld der Gemeinsamkeiten mit der Chemieindustrie: "Wenn die Strompreise steigen, rentiert sich ein neuer Kühlschrank auch schneller."

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