Wirtschaft : Grünes Licht für Hennigsdorf

Verkehrstechnologiezentrum offiziell eröffnet und zu 90 Prozent vermietet Berlin (-olm).Der traditionsreiche Industriestandort Hennigsdorf im Norden Berlins, darin sind sich Bundeswirtschaftsminister Rexrodt, Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe und Berlins Regierender Bürgermeister Diepgen einig, wird sich in den kommenden Jahren zum Kompetenzzentrum im Bereich der Schienenfahrzeuge und der damit verbundenen Techniken in Deutschland entwickeln.Als Kristallisationspunkt und Impulsgeber für diesen Prozeß soll dabei das im Mai 1995 gegründete und am Freitag offiziell eröffnete Technologiezentrum Verkehrstechnik TZV in Hennigsdorf praxisorientierte Unternehmen und wissenschaftlich ausgerichtete Forschungseinrichtungen zusammenführen. In ihren Eröffnungsreden betonten die Politiker den hohen Stellenwert des TZV.Rexrodt verwies auf die unmittelbare Nähe zur Konzerntochter von ABB und Daimler-Benz, Adtranz, als mit insgesamt 23.000 Mitarbeitern weltweit größtem Komplettanbieter von Bahnsystemen.Schon heute zählt Adtranz neben der Deutschen Bahn, der Berliner BVG, der Deutschen Waggonbau und Daimler-Benz zu den Auftraggebern für die im TZV angesiedelten Gründerfirmen. Von den 4200 Quadratmetern Gesamtfläche sind 90 Prozent bereits vermietet.Zu den 20 jungen Unternehmen, die bereits 80 Mitarbeiter beschäftigen, werden nach Auskunft der Betreiber in den nächsten Monaten weitere Firmen dazukommen und nochmals über 50 neue Arbeitsplätze schaffen.Um einen direkten Zugang zu den Forschungsabteilungen der Hochschulen zu erleichtern, ist die Technische Universität Cottbus mit einer Außenstelle und das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik mit einer Projektgruppe in Hennigsdorf vertreten.Beabsichtigt ist, Forschungsaktivitäten und die entsprechenden Resultate aus den Arbeiten von acht Lehrstühlen für die praktische Anwendung in der Wirtschaft nutzbar zu machen. Den Technologie- und Gründerzentren komme nach dem Zusammenbruch fast aller großen Industrieunternehmen in den neuen Bundesländer beim Wiederaufbau der ostdeutschen Wirtschaft eine besondere Bedeutung zu, sagte Rexrodt.Die 65 bereits existierenden Einrichtungen im Osten Deutschlands werden von 1400 Firmen mit insgesamt 10.000 Arbeitsplätzen genutzt.Zwölf weitere Zentren sind im Bau oder geplant. 25.1.97

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar