Wirtschaft : Grundig spricht mit Investoren

Ifa-Auftritt trotz Insolvenz

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Berlin (msh). Der angeschlagene Hersteller von Unterhaltungselektronik Grundig zeigt auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) Präsenz. Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens hat das Unternehmen einen eigenen Stand und stellt eine Reihe neuer Produkte vor. Das Ziel: „Wir müssen unsere Präsenz am Markt erhalten, um für Investoren attraktiv zu bleiben“, sagte Insolvenzverwalter Siegfried Beck im Vorfeld der Ifa. Beck bestätigte, dass Grundig für die einzelnen Sparten des Unternehmens jeweils mit mehreren Investoren verhandelt. „Die Gespräche befinden sich in der Endphase“, sagte Beck. Einen Interessenten für das Gesamtunternehmen gebe es aber nicht mehr. Grundig produziert neben Unterhaltungselektronik auch Autoradios und Komponenten für Satellitenempfänger.

Bei Händlern und Endkunden sorgte die Insolvenz von Grundig in den vergangenen Monaten für große Verunsicherung. In der Unterhaltungselektronik verzeichnete der Traditionskonzern Umsatzeinbrüche bis zu 50 Prozent. Vertriebschef Hubert Roth räumte ein, die Krise des Unternehmens habe zum Verlust von Marktanteilen geführt. „Durch die Insolvenz hat der Handel unsere Produkte nur sehr vorsichtig disponiert“, sagte Roth. Trotzdem belege Grundig in der Unterhaltungselektronik immer noch den vierten Rang mit einem Marktanteil von 6,5 Prozent. Bei Fernsehern liegen die GrundigProdukte hinter Philips auf Platz Zwei. Auf der Ifa präsentiert Grundig eine Reihe neuer Flachbildschirme und eine neue Produktfamilie von Röhrenfernsehern.

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