Wirtschaft : Grundlagenforschung zahlt sich aus

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Sauber waschen sie alle – trotzdem geben Waschmittelkonzerne jedes Jahr Millionen aus, um die Wirkung ihrer Pulver, Megaperls, Liquids oder Tabs zu erforschen. Nichts lassen die Marktforscher bei Henkel, Procter&Gamble und Co. unversucht, um die Konsumvorlieben der Haushalte zu ergründen. So leistet sich der HenkelKonzern eine Abteilung mit 75 Mitarbeitern, die in einem Labor („Consumer Inside“) „mentale Psychogramme“ der Waschmittel-Kunden erstellen. Dort müssen typische Verbraucher schon mal einen Aufsatz zum Thema „Mein schönster Fleck“ schreiben, den die Forscher auswerten. Der Aufwand hat sich bisher gelohnt: Die Henkel-Marke Persil ist – gemessen an Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis und Image – das beliebteste Waschmittel der Deutschen, wie die Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands“ ergab. Mit der wiederbelebten Ost-Marke Spee belegt der Konzern zugleich in Ostdeutschland den Spitzenplatz. Jüngere und preisbewusstere Kunden greifen immer häufiger zu Handelsmarken wie Tandil (Aldi). Preis, Wirksamkeit und Marke sind Marktforschern zufolgr die wichtigsten Kaufkriterien. Nur ein Drittel der Konsumenten ist an technischen Neuerungen bei der Waschmittelsorte interessiert. mot

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